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Abschiedsbuch für Heide de Lange 30-03-2009 [21:22 BST]: Beitrag von:U.Munstermann |
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Liebe ehemalige Schüler der DISDH,
am 3. Juli 2009 werden wir eine sehr verdiente und beliebte Kollegin in den "Ruhestand" verabschieden - Frau Heide de Lange.
Sie hat über 40 Jahre in unserem Kindergarten gearbeitet und bestimmt sehr viele von Ihnen auf den ersten Schritten in der DISDH begleitet.
Im Rahmen der Abschiedsfeierlichkeiten möchten wir Frau de Lange sehr gerne eine bleibende Erinnerung überreichen: Wir bitten alle aktiven und ehemaligen Schüler von Frau de Lange, einen kleinen Gedanken, einen Brief, ein Bild etc. zu schreiben/gestalten. Diese werden dann gesammelt, gebündelt und Heide überreicht.
Dieser Brief sollte DIN A4-Format haben und uns bis zum 30.05.09 erreichen.
Für Heide ist es sicherlich auch spannend, wenn der Briefbogen mit Fotos von früher und heute geschmückt wäre.
Bitte schicken Sie Ihren Brief entweder an: rpitzner@disdh.nl, Stichwort: "Abschied de Lange", oder per Post an: Deutsche Internationale Schule Den Haag, van Bleiswijkstraat 125, 2582 LB Den Haag, Stichwort: Abschied de Lange
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir Heide mit Hunderten Briefen von ehemaligen Schülern überraschen könnten!
Herzliche Grüße,
R. Pitzner |
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A Day At The Beach 24-09-2008 [02:45 BST]: Beitrag von:Lurchi Leber |
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Die letzte Durchsage in der Klasse lautete: "Treffpunkt Kurhaus Scheveningen, 9.00 Uhr s.T." Nun wurde es richtig Zeit, Klassenkameraden mit jüngeren Geschwistern anzusprechen, denn wer hatte noch ein Rad? Der Brommer war das damals angesagte Fortbewegungsmittel, möglichst noch frisiert - dagegen war ein Fahrrad so etwas wie Pfeil und Bogen in den Zeiten des Pulvers. Zum Klassenausflug in den Dünen konnte man jedenfalls unmöglich mit dem Brommer kommen, so war jeder am nachmittag mit dem Organisieren eines Zweirads beschäftigt.
Tatsächlich fand sich jeder am nächsten Morgen mit einem Velo vor dem Kurhaus ein, man schmunzelte über Herrn Hansens Exemplar, welches nur so blinkte, als ob es direkt aus dem Fahrradgeschäft käme. Rasch fand sich die Logistik in kleiner Runde um Hansen ein, Zielpunkt war das Pannenkoekenhuisje in Kijkduin.
Dann hieß es: "Frisch ans Werk!" und das Feld stob davon. Ein letzter Blick auf das Scheveninger Kurhaus und die Promenade bevor man in die Natur pur eintauchte. Jeder sah sofort, wer nun reisegewandt oder aber Stubenhocker war. Der Kenner hatte Proviant und Getränke hinter seinem Sattel verstaut, während der Dilettant sich zunächst auf seinem Sitz eine Zigarrette gegen den Fahrtwind ansteckte. Die Unterhaltung wurde etwas lauter, da man gegen den Strandwind anschreien musste. Herrlich das auf und ab der Dünen, zur rechten Hand befand sich gesperrtes Militärgebiet. Zunächst hatten wir linkerhand eine prächtige Einsicht auf den wunderbaren Strand, doch in seinem Verlauf führte der Dünenweg langsam in das Land hinein. Am tiefsten Punkt der Strecke erhoben sich links und rechts enorme Dünen, deren Scheitel man langsam aufwärts strampelnd wieder erreichte.
Interessant auch die Vegetation, hier ganze Baumgruppen zusammengeschlossen, dort wiederum nur Sand und kniehohe Sträucher. Unsere Strecke war von Zaunpfählen eingefasst, die mit Stacheldraht verbunden waren, um ein Eindringen in Naturschutzgebiete zu verhindern. Plötzlich ein feines Zischen gefolgt von einem herzhaften Fluch. Jo's vorderer Reifen war platt, es musste eine Pause eingelegt werden. Während Det und Jo es sich sofort an einer Düne bequem machten, um auf den Schreck erst einmal einen Glimmstengel zu entzünden, kam Hansen zurückgeradelt und wies in dieser Situation auf die Quintessenz von Brechts "Jasager" hin. Einen Ausweg aus unserer Lage bot uns Peter, auch "Pronus", der Gebückte genannt, an. Im Auto seines Vaters, welches am Kurhaus geparkt blieb, befände sich reichlich Reifenkleber und in zwanzig Minuten könne er mit dem Utensil wieder da sein. Soviel Zeit benötige er auch für seine Zigarrette, sprach Jo und Hansen segnete Peters Vorschlag flugs ab.
Nach einer halben Stunde hatten wir enorm zu radeln, um die vorgepreschte Karawane wieder einzuholen. Dieser Gewaltmarsch unter brennender Sonne machte schon recht durstig und so entdeckten Jochi und Adel bald schon eine Oase in Form eines grossen grünen Wasserspenders. Jochi war als Erster rasch zur Stelle und schluckte in grossen Zügen bis er aufgrund des merkwürdigen Geschmacks den starken Rostgehalt des ersten Liters bemerkte.
Mit grossem Hallo erreichten wir am frühen Nachmittag das Pfannkuchenhaus, wo nun ausgiebig die vielen verschiedenen Varianten des Eierkuchens ausprobiert wurden. Jutta bestellte die kleinste Variante (Kaboutertje), Eva hingegen die umfangreichste Portion (Holzfällerteller). Tags zuvor war in der Klasse bestimmt worden, daß jeder sich einen kurzen Text oder ein Gedicht aussuchen möge, welche er nach dem Mittagessen im Kreise der Anwesenden vortrage. Das wurde ein recht kurzweiliger Nachmittag im sonnigen Grünen.
Auf dem Rückweg wurde kurzerhand beschlossen, den Radausflug in unserer Haager Szenenkneipe "Factory" ausklingen zu lassen. Hier konnte man bei wohlverdientem Durst ohne Verdacht auf eventuelle Rostrückstände dem Pilsfluss freien Lauf lassen. |
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